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CRR II: Fokus auf Transparenz und neue Standards für Investmentfonds

by Gerhard Jovy, Gründer und CEO von acarda.

Ende Juni 2021 tritt die aktualisierte Capital Requirement Regulation (kurz: CRR II) in Kraft. Ziel der EU-Regulierung ist die Einführung eines sensitiveren Rahmens für das Management von Kreditrisiken – und damit strengere Anforderungen an die Offenlegung von Risikokennzahlen.

Das hat unmittelbar Auswirkungen auf die Fondsbranche und die damit verbundenen Dienstleister.

Die CRR-II-Bestimmungen für Investmentfonds, sowohl für UCITs als auch für AIFs, werden Auswirkungen auf die Asset-Management-Gesellschaften haben, da diese von ihren Investoren, den Kreditinstituten und Banken, aufgefordert werden, für ein erhöhtes Maß an Datentransparenz zu sorgen. Zusätzlich zur Bereitstellung transparenter Daten werden die Asset Manager und ihre Dienstleister verpflichtet sein, eine unabhängige Zertifizierung für die von ihnen bereitgestellten aufsichtsrechtlichen Zahlen und Berichte zu erhalten. All diese Maßnahmen stellen zwar eine potenzielle Herausforderung für die Fondsbranche dar, haben aber das klare Ziel, ein höheres Maß an Standardisierung und Präzision hinsichtlich der quantitativen Aspekte der CRR einzuführen.

„All diese Maßnahmen stellen zwar eine potenzielle Herausforderung für die Fondsbranche dar, haben aber das klare Ziel, ein höheres Maß an Standardisierung und Präzision bei den quantitativen Aspekten der CRR einzuführen“, sagt Gerhard Jovy, Geschäftsführer von acarda.

Übersicht und Auswirkungen von CRR II

Im Folgenden wird aufgezeigt, welche Aktualisierungen der Kreditrisikoverordnung für Investmentfonds relevant sind und welche Auswirkungen diese haben:

  • Artikel 117 und 118 werden aktualisiert, indem die Liste der multilateralen Banken und internationalen Organisationen erweitert wird.
  • Artikel 128 wird aktualisiert, indem AIFs aus der Kategorie der „mit besonders hohem Risiko verbundenen Posten“ ausgeschlossen werden, der sie nach der alten Verordnung zugeordnet waren. Dies bedeutet, dass AIFs nun wie andere Investmentfonds behandelt werden, auf die später in diesem Dokument eingegangen wird.
  • Artikel 273 und 274 enthalten neue Regeln für die Berechnung des Risikos bei Derivaten. Dies ist relevant für das Gegenpartei-Risiko und die Berechnung der Kreditbewertungsanpassung (CVA).
  • Artikel 132 ist wahrscheinlich die bedeutendste Aktualisierung, da hier neue Regeln für die Behandlung von Investmentfonds, einschließlich UCITs und AIFs, festgelegt werden.

Während die ersten drei Punkte eher geringe Auswirkungen auf die Berechnung und das Reporting der CRR-relevanten Zahlen von Investmentfonds haben, dürfte der letzte Punkt dagegen starke Auswirkungen auf die Asset Manager sowie auf in deren Auftrag Berechnungen durchführende und Berichte erstellende Dienstleister haben.

Artikel 132 erfordert erhöhte Transparenz

Gemäß dem nun wesentlich erweiterten Artikel 132 wird das Risikogewicht für die Investmentfonds entweder 1250 % (statt bisher 100 %) betragen oder nach dem qualifizierten Durchschauprinzip berechnet. Für einen qualifizierten Look-Through-Ansatz müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Für einen UCITS oder AIF, für den sowohl ein reguläres (CRR-)Reporting als auch ein Prospekt vorliegt, muss die Berechnung des Risikogewichts auf Basis von Positionsdaten des Fonds erfolgen. Diese Daten müssen dem Unternehmen, das die Berechnung durchführt, entweder vom Vermögensverwalter oder von der Verwahrstelle zur Verfügung gestellt werden.
  • Sowohl die Ergebnisse der Risikogewichtsberechnung als auch die Daten, auf denen sie basieren, müssen von Dritten zertifiziert werden.

Fallback-Risikogewicht für intransparente Fonds steigt um den Faktor 12,5

Der erweiterte Artikel 132 bedeutet, dass unter CRR II die Nichtberechnung des Risikogewichts für Investmentfonds nach dem Look-Through-Prinzip die Eigenmittelanforderung für eine Investition in einen solchen Fonds um den Faktor 12,5 erhöhen wird. Für Kreditinstitute und Banken wird eine Investition in Fonds nur dann attraktiv sein, wenn die oben genannten Transparenzanforderungen erfüllt sind. Andererseits wird jeder Fonds, der diese Anforderungen nicht erfüllt, einen ernsthaften Wettbewerbsnachteil haben, wenn dieser Institutionen aus dem Bankensektor angeboten wird.

Was für Investmentfonds gilt, gilt auch für Dienstleister, die Berechnungen für diese Fonds durchführen:
Jede Reporting-Lösung, die von den Kapitalanlagegesellschaften eingesetzt wird, muss unter CRR II in der Lage sein, Daten von den Depotbanken oder Vermögensverwaltern zu sammeln, das durchschnittliche Risikogewicht des Fonds zu berechnen und sich einer regelmäßigen Zertifizierung des Berechnungsprozesses zu unterziehen.

Liquiditätsreport wird zum Standard für Investmentfonds

Die Transparenzanforderung in der Anwendung auf Fonds wird auch für die Liquidity Coverage Ratio (LCR) der Kreditinstitute und Banken relevant sein. Die Aktualisierung von Artikel 416 bedeutet, dass Investitionen in Fonds nur dann als liquide eingestuft werden, wenn die Transparenzanforderungen erfüllt sind und eine Liquiditätsklassifizierung für die Positionen des Fonds verfügbar ist. Dies bedeutet effektiv, dass das Liquiditätsreporting in Übereinstimmung mit der Vorlage C72.00 in Anhang XXV von EBA-ITS-2019-01 zum Standard für Investmentfonds wird.

Fazit: Zeit zu handeln

Ende Juni 2021 tritt die aktualisierte CRR II in Kraft. Das Resultat sind strengere Anforderungen an die Offenlegung von Risikokennzahlen. Die neuen Vorschriften betreffen nicht nur den Bankensektor, sondern eben auch Asset Manager und deren Berichterstattungspflichten gegenüber Kunden.

„Eines der Schlüsselthemen unter CRR II wird die angesprochene Durchsicht von Investmentfonds sein, da das neue Fallback-Risikogewicht für intransparente Fonds um den Faktor 12,5 ansteigt“, resümiert Jovy. Daher sind die Manager der Investments auf eine ausreichende Granularität von Look-Through-Daten angewiesen. Das gleiche Maß an Granularität ist für Dachfondsstrukturen gefordert; also für Zielfonds, die von Drittunternehmen verwaltet werden.

Über die acarda Platform

Die acarda SaaS-Plattform für regulatorisches Reporting bietet eine End-to-End-Lösung zur Abdeckung aller gängigen regulatorischen Berichte – einschließlich einer CRR-II-Lösung für die Look-Through-Datenerfassung und -Datenintegration. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Verwaltung der relevanten Datensätze, bei der Durchführung aller Berechnungen sowie bei der Erstellung und Offenlegung der vollständigen CRR-II/Solva- Berichte.

Darüber hinaus können wir die Berichte von einem Third-Party-Auditor zertifizieren lassen. Die Integration des Wirtschaftsprüfers erfolgt nahtlos zu sehr attraktiven Kosten.

Mit unserer Komplettlösung stellen Investmentmanager sicher, dass ihre CRR-II-Reports bis Juni und darüber hinaus pünktlich und korrekt an ihre Kunden gehen.

Als multiregulatorische, skalierbare Lösung kann die acarda Plattform ebenso sämtliche Solvency-II, SFDR, PRIIPs KID, EPT, ICT/DCPT, MIFID Berechnungen durchführen sowie die Produktion und Verteilung aller Datentemplates und Reports übernehmen.

Kontaktieren Sie uns gerne, um unverbindlich zu besprechen, wie wir Sie unterstützen können.

Pressekontakt
Jessica Schreiner
Telefon: +49 15 25 47 62 361
Email: jessica.schreiner@acarda.de

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