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ESA-Anhörung im November: acarda nimmt Änderungen bezüglich des Key Information Document‘s (KID) für verpackte und versicherungsbasierte Anlageprodukte (PRIIPs) in Angriff

Am 29. November hielten die Europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) eine öffentliche Anhörung zu ihrem im Oktober 2019 veröffentlichten Konsultationspapier ab. Das Konsultationspapier beinhaltete mögliche Änderungen für die PRIIP-Vorschriften (Packaged Retail and Insurance-based Investment Products (PRIIPs) und Key Information Documents (KIDs)).

Das KID für PRIIPs ist ein obligatorisches, dreiseitiges A4-Informationsdokument, welches den Verbrauchern vor dem Kauf einer PRIIP zur Verfügung gestellt werden muss. Zu den PRIIPs gehören Investmentfonds, strukturierte Produkte sowie fondsgebundene und With-Profits-Lebensversicherungsverträge.

Die Anhörung wurde von der Europäischen Arbeitsgruppe veranstaltet und brachte rund 100 Teilnehmer aus der Branche zusammen, darunter wichtige Vermögensverwalter, Verbrauchervertreter und andere Interessenvertreter aus der ganzen EU. Die Arbeitsgruppe stellte die im Konsultationspapier vorgeschlagenen Änderungen vor. Die Themen mit den stärksten Auswirkungen sind:

 

  • Berechnung neuer Leistungsszenarien mit einer Methode zur Schätzung der Dividendenrendite anstelle der
  • Verwendung prozyklischer historischer Wachstumserträge
  • Verpflichtung zur Bereitstellung von PRIIPs KIDs ab 2021
  • Detaillierte Kostenoffenlegung für Multi-Option-Versicherungsprodukte (MOPs)
  • Obligatorische implizite Transaktionskostenberechnung auf der Grundlage von Marktpreisen
Acarda EU flags

Das Feedback der Teilnehmer wird bis zum Ende des 1. Quartals 2020 berücksichtigt, um dann die endgültigen Änderungen zu veröffentlichen. Die meisten Zuhörer äußerten Bedenken bezüglich der Risiko- und Leistungsszenarien. Insbesondere, dass die vorgeschlagene künftige Leistungsmethodik zu komplex und kostspielig in der Umsetzung sei. Dennoch unterstützten sie die Entscheidung der ESAs, den derzeitigen Ansatz zu ändern, da er für die Verbraucher irreführend sei, und forderten einfachere Alternativen hierzu.

Ein weiteres Thema, das während der Anhörung diskutiert wurde, war die Kostenoffenlegung für generische KIDs und spezifische Informationsdokumente von MOPs. Die ESAs wünschen von den Versicherern eine vollständige Kostenoffenlegung der wichtigsten Investitionsoptionen, die von einem MOP gehalten werden. Gegenwärtig werden die Kosten für generische KIDs in Bereichen dargestellt und müssen mit dem Spezifischen Informationsdokument verknüpft werden, was für den Kleinanleger eine Herausforderung darstellen kann. Die Branche teilte ihre Bedenken bezüglich der vorgeschlagenen Änderungen mit und unterstützte die Kostenpräsentation von UCITS KID als ein auf dem Markt weithin verstandenes Dokument.

Zusätzlich wurde das Thema der Transaktionskostenberechnung angesprochen. Die ESAs halten definitiv an der Methode der Schlupfkosten fest, bieten aber einige Verbesserungen an, wie z.B. die Eliminierung negativer Transaktionskosten, da dies von den Verbrauchern missverstanden werden könnte. Die meisten der Fälle negativer Kosten, die von der Behörde untersucht wurden, waren jedoch auf menschliches Versagen zurückzuführen, nicht auf die Methodik selbst. Die ESAs führten auch die Verhältnismäßigkeitsschwelle für die derzeitige vollständige PRIIP-Methodik ein, die PRIIPs mit einer geringen Anzahl von Transaktionen oder einem geringen Portfolioumsatz ausnimmt. Dies wurde jedoch von den Stakeholdern kritisiert, da dies in der Branche den Anreiz schaffen könnte, unter den Schwellenwerten zu bleiben und die Ausnahmeregelungen zu nutzen.

Die Vertreter der Arbeitsgruppe betonten, dass die ESAs kontinuierlich an den Änderungen der Regeln arbeiten und jedes weitere Feedback begrüßen würden, bevor die endgültigen Änderungen angekündigt werden. Als einer der führenden Dienstleister für regulatorisches Reporting führt acarda aktiv eine umfassende Überprüfung durch und holt die Meinungen des Marktes aus der Versicherungs- und Vermögensverwaltungsbranche ein.

Gerhard Jovy, CEO von acarda

Wir verstehen die Probleme bei der Anpassung der Methoden, sind uns jedoch einig, dass die vorgeschlagenen Änderungen die Transparenz und Standardisierung der PRIIP-Berichte erhöhen und die Qualität der offengelegten Kosten verbessern werden. Unsere Regulierungsplattform arep enthält alle erforderlichen Berechnungen und optimiert die Transaktionskosten mit mehreren Marktdatenanbietern.

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