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ESMA veröffentlicht finale Leitlinie zu Artikel 25 der AIFMD – mit der Reporting-Lösung von acarda sind Sie bereit

Am 17. Dezember 2020 hat die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) die finale Leitlinie zum Leverage-Risk alternativer Investmentfonds gemäß Artikel 25 der Alternative Investment Fund Manager Regulation (AIFMD, Richtlinie 2011/61/EU) veröffentlicht. Diese Richtlinie geht auf den Europäischen Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) und die im April 2018 diesbezüglich veröffentlichte Empfehlung zurück. Sie konzentriert sich insbesondere auf leverage-bedingte systemische Risiken und wird zwei Monate nach Veröffentlichung der offiziellen EU-Sprachversionen auf der Website der ESMA in Kraft treten. Wir erwarten dies für die nächsten Wochen.

Die Leitlinie fordert die nationalen zuständigen Behörden (NCAs) auf, Risikobewertungen für alternative Investmentfonds (AIF) von den verantwortlichen AIFMs (Alternative Investment Fund Managers) einzufordern, die Daten hierfür sind gemäß AIFMD (Annex IV Reports) und aus anderen Quellen in einem zweistufigen Prozess vierteljährlich an die NCAs zu reporten. Die NCAs übermitteln die Risikobewertungen mindestens einmal jährlich an die ESMA.

Aufgabe der NCAs ist es, die AIFs zu identifizieren, die bezüglich des Leverage-Risks und des verwalteten Vermögens das größte Risiko für die Finanzsysteme darstellen. Die NCAs vergleichen die Leverage der AIFs mit der durchschnittlichen Leverage von AIFs derselben Kategorie oder den historischen Leverage-Grad desselben AIFs , um einen „ungewöhnlich hohen Einsatz von Leverage“ zu erkennen. Gegebenenfalls können die NCAs ein Leverage-Limit für einzelne AIFs festlegen.

Welche Neuerungen bringt die neue Leitlinie für den AIF-Sektor?

1. AIFMs müssen zukünftig noch genauer beobachten, ob ihre AIFs ein beträchtlich hohes Leverage aufweisen (Artikel 111(1) der Level 2-Verordnung).

2. AIFMs müssen im Auge behalten, ob das Leverage ihrer AIFs signifikant von historischen Durchschnittswerten oder vom durchschnittlichen Leverage der gleichen Anlagearten abweicht.

3. Die Informationen im Annex IV-Report müssen konsistent sein. Das gilt insbesondere für die verwalteten Vermögenswerte, das Leverage, Einzelrisiken, den Umsatz und die Liquiditätsprofile der Investoren.

4. Die AIFM müssen den NCAs regelmäßig über die Marktrisiken der AIFs berichten, z.B. VAR, Vega-Exposure, Netto-FX-Delta, Netto-Rohstoff-Delta.

5. Risiken für Gegenparteien wie Banken und Versicherungsgesellschaften werden in einer Gegenprüfung durch die EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) und EBA (Europäische Bankenaufsichtsbehörde) abgefragt.

Was sind die Konsequenzen für Ihr Reporting?

Die AIFM müssen in ihren Berichte konsistente Daten bereitstellen, insbesondere im Hinblick auf AuM (Assets under management) und Leverage-Zahlen.

1. Gewissenhafte Kontrollen der Berichtsinhalte durch den AIFM sind verpflichtend; z.B. der Vergleich der aktuellen Leverage-Zahlen mit dem historischen Durchschnitt.

2. Die Aufsichtsbehörde kann strengere Kontrollen der Berichtsinhalte verlangen, z.B. des Umsatzes (AIF 126 – 127), Liquiditätsprofils des Portfolios (AIF 178 – 184), Liquiditätsprofil der Investoren (AIF 186 – 192) und der Herkunft der Leverage. (AIF 283 – 286).

3. Es ist erforderlich, die Subtypen der Anlageinstrumente jährlich zu überprüfen, um eine Prüfungsrückmeldung der NCAs zu vermeiden.

Die acarda SaaS-Lösung stellt konsistente Zahlen durch Cross-Checks sowie Validierungsregeln mit länderspezifischen Add-ons sicher, bevor die Berichte an die Aufsichtsbehörden gehen. Darüber hinaus können Sie jederzeit Backup-Daten und historische Reports abrufen und diese bei Bedarf innerhalb von 24 Stunden erneut versenden.

Weitere Informationen zu AIFMD finden Sie hier: https://acarda.de/services-solutions/compliance-reporting/aifmd/

Pressekontakt
Jessica Schreiner

Telefon: +49 15 25 47 62 361
Email: jessica.schreiner@acarda.de

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