Newsletter abonnieren

mit acarda RegTech News auf dem Laufenden bleiben

  • *Bitte füllen Sie mindestens alle mit einem Stern markierten Felder aus.

acarda Plattform Demo

acarda arep platform

die acarda Plattform in Aktion kennenlernen

Wir demonstrieren Ihnen die vielfältigen Möglichkeiten der acarda Plattform anhand realer Szenarios in Ihrem Unternehmen. Kontaktieren Sie uns hierfür einfach über dieses E-Mail-Formular:

  • *Bitte füllen Sie mindestens alle mit einem Stern markierten Felder aus.
 

Nachhaltiges Reporting aus einer Hand

Gerhard Jovy, Gründer und Geschäftsführer von acarda, Plattform für Compliance und regulatorisches Reporting in der Investment Management Industrie, über das Management nachhaltiger Anlagemöglichkeiten.

Wie weit sind nachhaltige Geldanlagen bei Kunden von Finanzinstituten akzeptiert, welchen Stellenwert haben sie bei den Instituten selbst? Diese Frage bekommt Gerhard Jovy öfter gestellt. Er betont, dass laut einer aktuellen forsa-Studie* fast die Hälfte der Deutschen – genau 47 Prozent – in Zukunft bewusst darauf achten will, in Geldanlagen zu investieren, die dem Klima und der Umwelt nicht schaden. Daraus lässt sich schließen, dass nachhaltige Geldanlagen bei Kunden und Kundinnen von Finanzinstituten durchaus akzeptiert sind. Die meisten Finanzinstitute kommen gar nicht darum herum, entsprechend zertifizierte Anlagemöglichkeiten anzubieten und diesen einen hohen Stellenwert einzuräumen.

Aber wie nachhaltig sind derzeit „nachhaltige“ Investments tatsächlich? Derzeit stellen die Fondsgesellschaften in unterschiedlicher Detaillierungsstufe ESG-Factsheets zu ihren Fonds zur Verfügung. Dabei besteht momentan noch keine Einheitlichkeit, erklärt Jovy. Die Problematik läge darin, dass jeder Emittent seine Fonds als ESG-Fonds definieren kann, sofern er z.B. gewisse Ausschlüsse festlegt, etwa keine Investments in australische Kohleminen oder in Produzenten von Landminen. Durch die Einführung der Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) der EU – auch Offenlegungsverordnung genannt – wird sich das ändern. Deshalb empfiehlt, sich jetzt schon an die SFDR-Vorgaben auch bei der Erstellung der Factsheets zu halten. Die Ausschlüsse sollten umfassend formuliert sein, und es sollte detailliert über die aggregierten ESG-Daten der Portfolios berichtet werden. Die entsprechenden Daten werden von bekannten Anbietern wie MSCI, Refinitiv, ISS und sustainalytics zur Verfügung gestellt; sie können aber auch über acarda organisiert und vereinheitlicht werden.

Gerhard Jovy zeigt auf, dass sich eine besondere Herausforderung für sogenannte ESG-Zielfonds (im SFDR-Jargon sind das Artikel-8- und Artikel-9-Portfolios) ergibt. Diese sind dazu angehalten, ihre ESG-Daten an alle Anlagen melden, die bei ihnen investiert sind; also an fondsgebundene Lebensversicherungen, Dachfonds und weitere in Fonds investierende Anlageformen. Hierfür wird derzeit das Austauschformat EET von der FinDaTex Arbeitsgruppe der EFAMA entwickelt. Interessant ist, dass dieses Format auch von Nicht-ESG-Fonds (sogenannten SFDR-Artikel-6-Fonds) bereitgestellt werden muss. Auch hierfür bietet acarda eine umfassende Lösung als Managed Service an.

Für Jovy steht fest, dass es an den Kapitalmärkten eine gewisse Volatilität immer geben wird. Möglicherweise könnten ESG-Kriterien jedoch die Anlagehorizonte einiger Investoren erweitern; hin zur längerfristig orientierten Strategien. Dies könnte wiederum stärkere Verwerfungen, wenn diese denn auftreten, etwas abfedern. Langfristige nachhaltige Investments könnten durchaus die Verwerfungen am Kapitalmarkt reduzieren, dies sei laut Jovy jedoch Spekulation und würde sich in Zukunft zeigen.

Den aktuellen Stand bei der Regulierung und Standardisierung von nachhaltigen Investments, auf europäischer und nationaler Ebene, schätzt Jovy so ein, dass die SFDR-Richtlinie, deren Level 1 zum 20. April in Kraft getreten ist, und deren Level 2 wohl erst zum 1. Juli 2022 folgt, eine europäische Verordnung sei, die von allen Ländern zügig umgesetzt werden sollte. Es sei jedoch, laut Jovy, schon jetzt sinnvoll, die SFDR Richtline in den ESG Factsheets zu berücksichtigen und im 1. Halbjahr 2022 die SFDR-Reports zu ergänzen. , zumal das Interesse an nachhaltigen Anlagemöglichkeiten jetzt da ist.

Die Pflichten hinsichtlich der Messung und Offenlegung von Nachhaltigkeit in Bezug auf Finanzinstitute, die nach dem jetzigen Stand der Dinge in der SFDR geregelt sind, welche zwei sogenannte „Levels“ definiert. Level 1 ist bereits seit dem 10. März 2021 in Kraft und schreibt eher allgemein gehaltene qualitative Anforderungen auf Unternehmensebene vor. Level 2 folgt zum 1. Juli 2022 und geht tiefer in die Details, z.B. in puncto CO2-Vorgaben, oder auch bezüglich historischer Werte und Tendenzen des Portfolios. Hier seien Erklärungen zu Ausschlüssen dann nicht mehr ausreichend.

Auf die Frage wie hilfreich und realistisch das von der EU favorisierte Standard-Modell für alle Branchen sei antwortet Gerhard Jovy, dass die Standards zu den ESG-Kriterien (EU Taxonomie genannt) helfen werden, das weit verbreitete „Greenwashing“ zu erschweren. Man solle gewisse Ungenauigkeiten und noch ungelöste Probleme nicht monieren, sondern alle Möglichkeiten nutzen, um Kundinnen und Kunden die bestmögliche nachhaltige Portfolioauswahl und Performances zu bieten. Hier nennt Jovy beispielhaft ESG-Kriterien – auch Principal Adverse Impact genannt – wie z.B. der CO2-Ausstoß, der Wasser- und Stromverbrauch, die Nutzung von Energie aus nachhaltigen Quellen oder der Anteil von Frauen im Vorstand eines Unternehmens.

acarda bietet eine ganzheitliche Lösung im Bezug auf Datenmanagement, Reporting und Marketing, um allen Offenlegungspflichten gerecht zu werden. Im ersten Schritt werden die Portfoliodaten und die verfügbaren ESG-Daten der Assets zusammen mit den Angaben des Portfolio- und Produktmanagement zur Investmentstrategie und zu den Ausschlüssen aufgenommen. Sie dienen acarda als Basis für die automatisierte Erstellung der notwendigen Reports, Factsheets und Webseiten-Beschreibungen – mit einer Applikation und einer Datenbank, die von acarda Kundinnen und Kunden selbst verwaltet werden kann. Hierzu gibt es eine Benutzeroberfläche, Dashboard oder Leitstand genannt, mit der alle Prozesse, Datenflüsse, Kalkulationen und generierten Reports eingestellt und im Detail „gemonitort“ werden. Genau durch diesen ganzheitlichen Ansatz haben Produktanbieter betont Jovy, große Vorteile. Sie können durch die standardisierten Reports, das sogenannte EET-Datenset, und die Klassifizierung nach Artikel 6, 8 oder 9 der SFDR-Verordnung dem privaten oder institutionellen Investor passgenau die Fonds empfehlen, die gewünscht sind. Je eher und genauer also die Fondsgesellschaft die Daten und Reports bereitstellt, desto besser kann sie sich positionieren. Mit einem ganzheitlichen Ansatz können Assetmanager:innen und Versicherungen ihre Kostenstrukturen und Distributionskanäle wesentlich flexibler managen. Sie können ihre Produkte mit geringer Reaktionszeit anpassen, steuern, optimieren und verkaufen. Die zusätzliche Transparenz macht Angebote attraktiver und stärkt so das Vertrauen der Kundinnen und Kunden.

Die acarda Plattform wird von Fondsgesellschaften, Versicherungen, Vermögensverwaltern, Privatbanken, aber auch bei großen Fondsadministratoren verwendet, die den ESG und SFDR-Service wiederum ihren Fondsgesellschaften anbieten.

Ein internationaler Fondsadministrator äußerte sich folgendermaßen:

„Einen derart kompletten Service habe ich bei noch keinem anderen IT-Dienstleister erlebt. acarda/LPA bietet Software und Services für das Datenmanagement, Berechnungen und Reporting sowie umfassendes regulatorisches Know-how aufgrund der Mitarbeit in Arbeitsgruppen und Verbänden. Das Angebot umfasst nicht nur ESG / SFDR, sondern alle regulatorischen Reports und Daten der Finanzindustrie.“

 

 

 

* forsa-Studie im Auftrag der Santander Consumer Bank „Investmentverhalten der Deutschen bei grünen Anlagen: Was zieht mehr – Rendite oder Klimaschutz?“, Deutschland 2020

Pressekontakt
Jessica Schreiner

Telefon: +49 15 25 47 62 361
Email: jessica.schreiner@acarda.de

Mehr Nachrichten…

FCA ermahnt Fondsmanager zu mehr Qualität bei der ESG-Offenlegung

Nick Miller, Leiter der Abteilung „Asset Management Supervision“ der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörde FCA hat in einem offenen Brief vom 19. Juli an die Vorstände der in UK zugelassenen Fondsanbieter die Qualität der offengelegten ESG-Daten bemängelt.

Mehr

Sind Sie bereit für EDDy_neu? acarda integriert neues WM-Schnittstellen-Modul.

Ab Januar 2022 wird die EDDy Schnittstelle zu WM-Daten durch EDDy_neu abgelöst; d.h. veraltete Technologien und Funktionalitäten werden sukzessive durch neue ersetzt.

Mehr

Die Europäischen Kommission erwägt die Verlängerung der Freistellungsperiode von UCITS KIID nach der Verschiebung der neuen PRIIPs RTS

Anlässlich der Verschiebung der neuen PRIIPs RTS hat die Europäische Kommission am 15. Juli 2021 ein Konsultationspapier veröffentlicht, das eine Fristverlängerung für das UCITS KIID bis zum 30. Juni 2022 beantragt.

Mehr

FCA ermahnt Fondsmanager zu mehr Qualität bei der ESG-Offenlegung

Nick Miller, Leiter der Abteilung „Asset Management Supervision“ der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörde FCA hat in einem offenen Brief vom 19. Juli an die Vorstände der in UK zugelassenen Fondsanbieter die Qualität der offengelegten ESG-Daten bemängelt.

Mehr

Sind Sie bereit für EDDy_neu? acarda integriert neues WM-Schnittstellen-Modul.

Ab Januar 2022 wird die EDDy Schnittstelle zu WM-Daten durch EDDy_neu abgelöst; d.h. veraltete Technologien und Funktionalitäten werden sukzessive durch neue ersetzt.

Mehr

Nachhaltiges Reporting aus einer Hand

Gerhard Jovy, Gründer und Geschäftsführer von acarda, Plattform für Compliance und regulatorisches Reporting in der Investment Management Industrie, über das Management nachhaltiger Anlagemöglichkeiten.

Mehr

Die Europäischen Kommission erwägt die Verlängerung der Freistellungsperiode von UCITS KIID nach der Verschiebung der neuen PRIIPs RTS

Anlässlich der Verschiebung der neuen PRIIPs RTS hat die Europäische Kommission am 15. Juli 2021 ein Konsultationspapier veröffentlicht, das eine Fristverlängerung für das UCITS KIID bis zum 30. Juni 2022 beantragt.

Mehr

CRR II: neue Reporting-Vorschrift ab Juli 2021. Was jetzt zu beachten ist.

Ende Juni 2021 tritt die aktualisierte Capital Requirement Regulation (CRR II) in Kraft. Ziel der EU-Regulierung ist die Einführung eines sensitiveren Rahmens für das Management von Kreditrisiken. Daraus resultieren zukünftig strengere Anforderungen an die Offenlegung von Risikokennzahlen.

Mehr

acarda GmbH

Große Gallusstraße 9
60311 Frankfurt a. M.

acarda Luxemburg

68, Avenue de la Liberté
L-1930 Luxembourg

acarda London

c/o LPA
7 Westferry Circus
Canary Wharf
London E14 4HD
Großbritannien

© 2021 acarda GmbH | Alle Rechte vorbehalten | All rights reserved
text